4. Rang an WM-Serie Rennen in Seoul!

09.05.2010

Mein erstes Triathlon-Rennen dieser Saison war gleich ein wichtiges und sehr stark besetztes! In Seoul (Korea) fand gestern das zweite Rennen der 7-teiligen WM-Serie statt, an dem praktisch alle der weltbesten Athletinnen am Start standen.

Ich möchte gleich vorweg nehmen, dass ich mit dem 4. Platz in Seoul erst 5 Wochen nach meinem Studienabschluss sehr zufrieden bin! Auch möchte ich Daniela gratulieren, die mit einem extrem starken Finish siegte und somit neben Reto, Magali und mir erst die vierte Schweizer/in ist, die einen Weltcup bzw. ein WCS-Rennen gewinnen konnte.

 

Nachdem ich den ganzen Winter über in der Schweiz geblieben war und mich mehr auf den Studienabschluss als auf den Sport konzentriert hatte, verbrachte ich vor Seoul vier Wochen in Thailand im Trainingslager. Schon in diesen vier Wochen konnte ich meinen Formstand um Einiges verbessern, wusste aber, dass ich vor allem im Schwimmen und Radfahren noch nicht auf einem top Level war.

Dies zeigte sich dann am Rennen auf der Schwimmstrecke. Ich verlor 1:30min auf die erste Gruppe, was extrem viel Zeit ist, um auf dem Rad noch aufzuholen! Wenigstens spürte ich, dass ich auf dem Rad gute Beine hatte, und war entschlossen alles zu geben, um irgendwie in die erste Gruppe zu kommen!

Die Strecke kam mir entgegen: Zwar war sie sehr flach und ohne die mir liegenden Steigungen, doch war die Hälfte der acht Runden zählenden Strecke ausserordentlich technisch. Mehrere 180°C Kurven, Kopfsteinpflaster, Passagen über Gras mit Teppich darüber und Holzrampen erforderten technisches Geschick und viele schnelle Antritte. Ich holte langsam immer mehr Athletinnen ein, die dann in "meiner Gruppe" mitfuhren, hatte von ihnen jedoch auch auf den weniger technischen Passagen trotz mehrmaligen Aufforderungen meinerseits praktisch keine Unterstützung und musste die ganze Führungsarbeit alleine leisten. Meine Leistung auf dem Rad überraschte mich selbst, und nach sechs von acht Runden hatte ich die Spitzengruppe eingeholt.

Nach kurzer Erholung gings auch schon aufs Laufen, und wieder war ich erstaunt, dass ich nach solch einem Effort auf dem Rad mit den besten mitlaufen konnte! Ich fühlte mich nicht mehr sehr frisch und spürte wohl am Ende doch die noch fehlenden Trainings, so war der letzte Kilometer vor dem Ziel hart, aber ich kämpfte noch einmal und wurde nur fünf Sekunden hinter der Siegerin vierte!

Ich bin extrem erleichtert, dass ich schon beim ersten Wettkampf und nach so kurzer Zeit nach dem Studium wieder mit den besten mithalten konnte!

Nun folgt eine Woche zu Hause, bevor ich mit Reto, der als 9. in Seoul ebenfalls eine starke Leistung zeigte, in die Westschweiz in ein Trainingslager reisen werde. Trotz super Saison-Beginn gibt es noch viele Dinge, in denen ich mich verbessern kann. An ihnen werde ich die nächsten Wochen motiviert arbeiten und freue mich darauf!