Interview mit Brett Sutton

26.05.2016

Ochsner Sport Athletes Journey
Nicola Spirigs Road to Rio

Unsere Botschafterin Nicola Spirig stellt uns ihren treuen Begleiter auf iherer Road to Rio vor - Coach Brett Sutton:

Brett Sutton ist Australier, hat aber den Schweizer Pass und eine Schweizer Frau mit zwei gemeinsamen Kindern. Brett ist Coach, seit er 15 Jahre alt ist, hat also mehr als 40 Jahre Erfahrung!! Zunächst hat er Schwimmer trainiert und 21 australische Schwimmer an internationale Wettkämpfe wie OS, WM und Commonwealth Games gebracht! Danach trainierte er Rennpferde und Rennhunde! Er selbst hat auf hohem Level Squash gespielt und wurde australischer Meister im Boxen. Im Triathlon ist er der erfolgreichste Coach überhaupt, mit drei Olympiamedaillen und fast 30 WM-Medaillen auf den verschiedensten Distanzen.

Brett ist eine sehr spezielle Person und hat oft andere Ideen und Einfälle als der Mainstream. Das Spezielle neben seiner grossen Erfahrung als Coach und seinen ungewöhnlichen Trainingsarten ist seine beeindruckende Menschenkenntnis. Er behandelt jeden Athleten wieder anders und trainiert ihn gemäss seinen Stärken und Schwächen, physisch wie auch psychisch.

Welche Gemeinsamkeiten verbinden euch?
Brett und ich sind sehr verschieden und haben oft auch Meinungsverschiedenheiten und grosse Diskussionen. Niemand hätte gedacht, dass wir 10 Jahre zusammen arbeiten würden! Aber ich denke, wir haben beide grossen gegenseitigen Respekt, wir haben dasselbe Ziel, und wir geben absolut 100%, um dieses Ziel zu erreichen. Und das Wissen um diese Gemeinsamkeiten bringt uns immer wieder dazu, zusammen zu sitzen und einen gemeinsamen Weg zu suchen. Ich denke, dies macht unsere Zusammenarbeit auch so fruchtbar. Brett sagt, ich hätte ihn zu einem besseren Coach gemacht und er hat mich definitiv zu einer besseren Athletin gemacht!

Welche Gegensätze verbinden euch?

Es ist Australier und denkt deshalb ganz anders. Als ich nach den OS in Peking 2008 zurück an die Uni wollte, um mein Studium abzuschliessen, konnte er das nicht verstehen. Er hat er mir die Zahl der Jus-Studenten herausgesucht, die jährlich weltweit abschliessen – das waren natürlich tausende. Und dann die Zahl von Triathleten, die Olympiasiegerin werden – eine alle vier Jahre (lächeln) er hat mir die Zahlen geschickt und gefragt, warum ich zurück an die Uni wolle, studieren könne ich ja auch noch mit 50....

Wie nennst du ihn?
Brett. Nicht „Boss“ wie es andere Athleten tun. Das ist eine Diskussion, die wir seit 10 Jahren führen: ich bin der Meinung, ich sei der Boss, weil ich ihn ja schliesslich bezahle. Er meint, er müsse mir ja Anordnungen geben können, das sei sein Job als Trainer, deshalb sei er der, der befehle.

Wie nennt er dich?
Nicola, Nic, Swiss, Spirit