Sprint- und Team-WM in Lausanne

22.08.2011

Im Einzelwettkampf ist für mich nicht alles nach Wunsch gelaufen. Nach mässiger Schwimmleistung brauchte ich viel Kraft, um mit viel Führungsarbeit in die Spitzengruppe zu fahren. Auf dem abschliessenden 5km Lauf riskierte ich viel und ging an die Spitze, obwohl mir bewusst war, dass ich mich nach der längeren Laufpause noch nicht im Zenit befinde. Diesem Risiko musste ich Tribut zahlen und mich am Ende mit dem 16. Schlussrang zufrieden geben.

Am Tag darauf durfte ich mich am Team-Vizeweltmeistertitel freuen! Melanie Annaheim, Ruedi Wild, Sven Riederer und ich erlebten einen unglaublich spannenden und harten Wettkampf. Die gesamte Weltelite stand am Start. Jeder von uns vermochte in diesem Rennen alles und noch ein bisschen mehr zugeben! Ich übernahm an vierter Stelle von Ruedi und befand mich nach dem Schwimmen und kurzer Aufholjagd auf dem Rad in einer Dreiergruppe mit Deutschland und Frankreich. England war bereits weit voraus und ich hatte Kenntnis, dass Deutschland wegen eines Wechselfehlers noch eine 15-Sekunden-Strafe werde absitzen müssen. Also verhielt ich mich für einmal zurückhaltend auf dem Rad und überliess der deutschen Athletin weitgehend die Führungsarbeit, um Kräfte für die Laufstrecke zu sparen. Diesmal ging die Taktik auf, und ich konnte an zweiter Stelle liegend an den Schlussmann Sven übergeben. Die Gefühle im Zielraum, mit den anderen Teammitgliedern auf den Schlussläufer zu warten, sind unbeschreiblich. Vor einer tollen Kulissen vor begeistertem Publikum und mit riesiger Freude durften wir unsere Silbermedaille feiern. Ein mit vielen Emotionen verbundenes Triathlonwochendende!

Vielen Dank für die Unterstützung und Gratulationen von so vielen Leuten!